Bad Vilbel/Gronau. In der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Gronau wurde einem gemeinsamen Antrag von CDU und FDP bezüglich der Fällung von elf Birken entlang der Neuen Straße Richtung Niederdorfelden zugestimmt. Vergangenes Wochenende wurden die Bäume im Rahmen einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Gronau gefällt. Dabei zeigte sich, was viele Anwohner und Ortsbeiratsmitglieder vermutet haben. „Die Birken waren nicht mehr gesund. Die Mehrzahl der Bäume war mehr oder weniger von Kernfäule betroffen. Damit war die Fällung nicht nur zum Schutz des Rad- und Fußweges notwendig, sondern hatte auch Sicherheitsaspekte.“, teilt Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU) mit, der bei der Fällung vor Ort war, um sich ein Bild von den Arbeiten zu machen. Dabei sprachen ihn auch Anwohner an, die die Fällung ausdrücklich begrüßten. „Es sei eine Erlösung, weil dadurch gesundheitliche Belastungen der Anwohner reduziert würden, die durch die Pollen der Birken verursacht würden“, berichtet Schäfer über die Reaktion der Anwohner.

Die Kernfäule ist ein krankhafter, parasitärer Pilzbefall von lebenden Bäumen. Die Kernfäule wird zunächst am lebenden Baum nicht bemerkt, da der Pilz über Verwundungen am Stamm, über Aststummel oder auch über die Baumwurzeln zum Inneren des Stammes vordringt und dort sein zerstörerisches Werk beginnt. Zunächst bewirkt die Kernfäule eine Verfärbung des Kerns und anschließend des diesen umgebenden Reifholzes eines Stammes. „Der Zersetzungsprozess im Stamminneren bewirkt eine schleichende Vergrößerung des Hohlraums, was schließlich zur Hohlstämmigkeit führt. Meist wird der Befall eines Baumes mit Kernfäule erst zu spät erkannt, wenn dieser beispielsweise bei einem Sturmereignis abknickt und umstürzt. Hier in Gronau haben wir zum Glück rechtzeitig und im Interesse unserer Bürger reagiert“, resümiert Schäfer.

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