CDU besucht gemeinnützige Akademie - 10.000 Euro für Kooperation mit Kitas und Schulen

Kinder für Coding, Mathematik und Naturwissenschaften begeistern: Das hat sich die gemeinnützigen Akademie techeroes in Bad Vilbel zur Aufgabe gemacht. techeroes-Geschäftsführer Rinku Sharma empfängt die Bad Vilbeler CDU-Aktiven bei tropischen Temperaturen. Bei Vanilleeis und Eiskaffee erklärt er, wie das Verständnis für die sogenannten MINT-Fächer schon früh gefördert werden kann: Bereits 5- und 6-Jährige sollen spielerisch und kindgemäß an die Fächer herangeführt werden.

„Es ist absolut wichtig, dass Deutschland in diesem Bereich führend ist. Dort entscheidet sich unsere wirtschaftliche Zukunft“, betont Sharma. Natürlich habe nicht jedes Kind Spaß an Mathematik und Informatik. „Es gibt ja auch noch viele andere Begabungen. Doch die Kinder, die Freude an Technik haben, müssen stärker gefördert werden.“ Und nicht nur „Hard Skills“ stehen auf dem Programm. Auch soziale Kompetenzen wie Teamwork, emotionale Intelligenz oder digitale Ethik werden ihnen von den techeroes vermittelt.

Aus Afghanistan geflüchtet

Hinter Sharmas Engagement steckt eine sehr persönliche Motivation: Seine Familie ist vor Jahrzehnten aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Er identifiziert sich sehr stark mit seiner neuen Heimat und möchte dabei helfen, auch anderen Kindern und Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Um den Lokalpolitikern zu zeigen, dass bei techeroes ganz praktisch und kreativ gearbeitet wird, stellen vier Jugendliche ihr Projekt vor: „#weprotest“. Ziel ist es, eine App und ein Bonussystem zu entwickeln, die dabei helfen sollen, bei Essenslieferungen auf Plastikmüll zu verzichten. Durch neueste Technologie will die Gruppe das Verbraucherverhalten zum Positiven verändern. Das Credo der Jugendlichen:
„Protest und Demonstrationen reichen nicht aus. Man muss selber etwas tun und die Zukunft intelligent gestalten.“

Eigene Lösungen suchen

Die professionelle Präsentation und Sharmas Einsatz beeindrucken die CDU-Mitglieder nachhaltig. „Das Engagement ist unglaublich. Mit großem Enthusiasmus begeistern Sharma und die techeroes für Mathematik und Naturwissenschaften“, lobt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Utter. Sicherlich ein Grund für seinen Erfolg: dass er die Kinder und Jugendlichen mit ihren Anliegen ernst nimmt und immer wieder dazu auffordert, eigene Lösungen zu suchen.

Sebastian Wysocki, stellvertretender Parteivorsitzender, ergänzt: „Es ist toll, dass wir eine solche Initiative in Bad Vilbel haben. Man kann die Schulen und Kitas nur ermuntern, dieses Angebot zu nutzen und über Kooperationsmodelle mit techeroes nachzudenken.“

Um Worten Taten folgen zu lassen, haben CDU und FDP im Stadtparlament nun beantragt, 10.000 Euro für die Arbeit der techeroes zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Mitteln sollen Kurse in Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen in Bad Vilbel gefördert werden. „Die kommenden Generationen sollen in einer technisierten und digitalisierten Welt nicht allein Konsumenten sein.
Sie sollen die Entwicklung selber gestalten“, begründet CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter den Antrag.
„Dies kann durchaus auch ein Beitrag zum Pakt für den Nachmittag sein.“ Zu Beginn des Jahres 2020 soll die techeroes gGmbH im Sozialausschuss über ihre Erfahrungen berichten. Mehr Infos gibt es auch online unter www.techeroes.de.

Im Bild: Mitglieder der CDU Bad Vilbel dürfen in der Roboter-Werkstatt selbst Hand anlegen.


Im Bild: Rinku Sharma erklärt den Besuchern die Leitlinien der techeroes.

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