Konstruktiver Austausch in harmonischer Atmosphäre

Die Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion, Irene Utter, und ihr Amtskollege der FDP, Jörg-Uwe Hahn, haben sich kürzlich mit Kinderbürgermeisterin Simone Appel und ihrer Stellvertreterin, Michelle Halbgebauer, getroffen. Ziel des Gesprächs war es, mehr über die Arbeit der beiden Kinderbürgermeisterinnen zu erfahren und auszuloten, wo man als Stadtverordnete vielleicht behilflich sein kann. „Wir haben zwei sehr engagierte Kinderbürgermeisterinnen, dies hat sich in unserem Gespräch erneut gezeigt. Vor allem die Ergänzung der beiden funktioniert hervorragend“, erklären hierzu Utter und Hahn.

Auch wenn der Titel „Kinderbürgermeisterin“ es vermuten lassen könnte, so agieren weder Appel noch Halbgebauer politisch. Beide betonten in dem Gespräch, dass sie das Wohl und die Freude der Kinder im Auge hätten und dabei keine Politik betreiben möchten. „Simone Appel und Michelle Halbgebauer sind beide Bad Vilbeler Mädchen und möchten mit ihrem Engagement ihrer Heimatstadt etwas zurückgeben. Das sind hehre Ziele, die wir gern unterstützen und die zeigen, dass das Ehrenamt in unserer Stadt einen großen Stellenwert hat“, freuen sich Utter und Hahn über die Arbeit von Appel und Halbgebauer.

Die Kinderbürgermeisterin und ihre Stellvertreterin berichteten den beiden Fraktionsvorsitzenden der Regierungsfraktion in der Stadtverordnetenversammlung von ihrer Arbeit und den Anfragen und Anregungen, die sie erhalten. Dabei zeigte sich, dass nicht nur Kinder selbst sich an die Kinderbürgermeisterin wenden, sondern auch Eltern direkt den Kontakt suchen. „Im Grunde beschäftigen sich die beiden mit einem bunten Strauß an Themen, die gar nicht so weit entfernt sind von der Arbeit eines Stadtverordneten. Ob Spielplätze oder Straßen, ob Bepflanzung oder Bebauungspläne, alles wird angefragt oder angeregt“, so Utter und Hahn.

Mit allen Anfragen und Ideen könnten Appel und Halbgebauer auch stets zum Bürgermeister oder zur Sozialdezernentin kommen, die dann umgehend antworten würden und so oftmals viele Dinge auch zeitnah umgesetzt werden konnten, wussten die Kinderbürgermeisterinnen zu berichten. „Beide pflegen einen engen Draht zur Verwaltung und zum Magistrat, das ist sehr positiv. Wir haben ihnen daher sehr gern auch unsere Unterstützung zugesagt, sollten sie Anregungen haben, die den Weg über die Stadtverordnetenversammlung gehen sollen“, berichten Utter und Hahn.

Einem Jugendparlament, welches von anderen Fraktionen bereits einmal ins Gespräch gebracht wurde, stehen nicht nur Utter und Hahn skeptisch gegenüber. Auch die beiden Kinderbürgermeisterinnen bewerten ein politisch verfasstes Gremium eher negativ. „Gerade weil Simone Appel und Michelle Halbgebauer eben nicht politisch wirken wollen, erreichen sie durch ihre parteipolitische Neutralität sehr viel. Sie sagten uns, dass sie ein Jugendparlament nicht für so zielführend hielten, weil allein schon die Interessen der einzelnen Altersgruppen gegen ein gemeinsames Parlament sprächen“, so Utter und Hahn. Man könne die Belange eines zehnjährigen nur sehr schwer mit denen einer 16-jährigen vereinbaren, geben die beiden Fraktionsvorsitzenden zu bedenken. Gerade im Kinder- und Jugendalter seien die Unterschiede zwischen den Altersgruppen doch deutlich größer, als später im Erwachsenenalter. „Letztendlich führt ein Parlament auch zu Beschlüssen und sollte ein Beschluss einmal nicht umgesetzt werden können, begeben wir uns in teils müßige Diskussionen um die Frage wie bindend ein solcher Beschluss sein kann“, führen Utter und Hahn weiter aus.

Für die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP steht fest, dass das Amt der Kinderbürgermeisterin nach wie vor eine gute Idee ist. Irene Utter und Jörg-Uwe Hahn sind froh, dass mit Simone Appel und Michelle Halbgebauer die richtigen Personen am richtigen Ort für das Wohl der Kinder kämpfen. „Zwei starke und selbstbewusste Frauen, die sich mit Leidenschaft für die Kinder und Jugendlichen in Bad Vilbel einsetzen. Was will man mehr?“, so Utter und Hahn abschließend.

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