Land will Verordnung bald auch in Bad Vilbel einführen – CDU: „Damit zaubern wir keine neuen Wohnungen her“

Mietpreisbremse ist kein Allheilmittel gegen Wohnungsdruck
Land will Verordnung bald auch in Bad Vilbel einführen – CDU: „Damit zaubern wir keine neuen Wohnungen her“

BAD VILBEL. Die Ankündigung des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Grüne), die Mietpreisbremse nun auch in Bad Vilbel einführen zu wollen, stößt bei der CDU grundsätzlich auf Zustimmung. Fraktionsvorsitzende Irene Utter erklärt: „Wir begrüßen, dass die Mietpreis-bremse auch in Bad Vilbel gelten soll. Jedoch muss klar sein, dass sie nur ein Baustein von vie-len sein kann, um den Wohnungsdruck in der Region auf Dauer zu mindern.“

Die Mietpreisbremse wurde zum 1. Juni 2015 in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt eingeführt und soll nun ausgeweitet werden. Wird dort eine sogenannte Bestandswohnung neu vermietet, darf die Miete höchstens zehn Prozent über dem ortsüblichen Durchschnitt liegen. Bei der Vermietung von neu gebauten oder umfassend sanierten Wohnungen greift die Bremse hin-gegen nicht.

Astronomische Preise

Die Verordnung allein reiche nicht aus, um mehr Menschen mit Wohnraum zu versorgen, gibt der Landtagsabgeordnete und örtliche CDU-Vorsitzende Tobias Utter zu bedenken: „Man muss sich darüber bewusst sein, dass die Mietpreisbremse kein Allheilmittel ist. Sie zaubert keine neuen Wohnungen her, sondern soll verhindern, dass Eigentümer einen Mieterwechsel dazu nutzen, um plötzlich astronomische Preise aufrufen.“

Aus diesem Grund schaffe und ermögliche die Stadt kontinuierlich neuen Wohnraum. „Allein im Quellenpark entstehen bis 2024 insgesamt rund 1600 Wohnungen“, so Irene Utter. „Bis Ende dieses Jahres werden bereits 260 Wohnungen bezugsfertig sein.“

Günstiger Wohnraum entsteht

Hinzu kommen weitere Bauprojekte: 73 Wohneinheiten errichten die Stadtwerke derzeit etwa an der Konrad-Adenauer-Allee in Dortelweil. „Davon entsteht ein Drittel als öffentlich geförderter Wohnraum und ein Drittel als preiswerter Wohnraum für Menschen mit mittlerem Einkommen“, erläutert Irene Utter und ergänzt, dass sich die Zahl der Bewerber für eine Sozialwohnung in Bad Vilbel seit Jahren auf dem gleichen Niveau bewege.

Auf dem städtischen Grundstück am Lehnfurter Weg plant die Bad Vilbeler Genossenschaft für Bauen und Wohnen rund 20 weitere Wohnungen. Zudem entstünden zeitgleich durch Nachver-dichtung etwa 100 Wohnungen in der ganzen Stadt.

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