Christdemokraten nehmen zu SPD-Äußerungen Stellung

„SPD-Offensive ist ein wildes Durcheinander“
Christdemokraten nehmen zu SPD-Äußerungen Stellung
„Es wäre gruselig, wenn der Romero-Plan tatsächlich umgesetzt worden wäre.“ Mit diesen Worten kommentierte Kurt Liebermeister, Vorsitzender der CDU Innenstadt, die Äußerungen von Katja Meiner (SPD) in den Medien. Der Romero-Plan war kein Freiraumentwicklungskonzept, wie es von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben wurde und welches auf einer sehr gut besuchten Bürgerinformationsveranstaltung breite Unterstützung erfahren habe. Der Romero-Plan ist uralt, unzeitgemäß und hätte die gesamte historische Innenstadt durch gesichtslose Hochhäuser ersetzt, er sei ein Grund dafür gewesen, dass die Bad Vilbeler SPD abgewählt wurde. „Frau Meiner hat bei der Versammlung offensichtlich nicht richtig zugehört, als die Verantwortlichen der Stadt über das Thema Verkehr referierten sonst wüsste sie, dass viele Forderungen der SPD bereits eingeplant sind. So das LKW-Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge von mehr als 7,5 Tonnen und die Herausnahme der Buslinie 30 aus der Frankfurter Straße“, macht Liebermeister deutlich. Kritik übt Liebermeister auch an der Idee, nur noch Anwohner und Nutzer der Tiefgarage unter dem Niddaplatz in die Frankfurter Straße einfahren zu lassen. „Wie soll so etwas kontrolliert werden?“, fragt der CDU-Politiker. Die Ideen der SPD würden dem Einzelhandel ruinieren. Damit folgen sie den Grünen, die alle Geschäfte in der Frankfurter Straße durch Gastronomie ersetzen wollten.
Der vorgestellte Sachstand zum Freiraumentwicklungskonzept wird von der CDU ausdrücklich begrüßt. „Es ist gelungen, insbesondere die Belange der Radfahrer und Fußgänger besser zu berücksichtigen, denn die Ertüchtigung der Stichwege zur Nidda wird wesentlich dazu beitragen, die Fuß- und Radwegebeziehungen in der Innenstadt zu verbessern“, so Liebermeister abschließend.
Zu den Ausführungen zum Verkehrskonzept äußerte sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Oliver Junker aus Gronau. „Der Masterplan von Stadtrat Wysocki ist wichtig, um das Thema in den Fokus der Region zu rücken. Nur wer einen großen Stein ins Wasser wirft, erzeugt auch Wellen. Das hat unser Verkehrsdezernent getan, und das ist auch gut so“, so Junker. Weite und lange Ausführungen zum Radverkehr im Masterplan seien gar nicht notwendig. „Wir haben im Februar ein umfassendes Radverkehrskonzept mit vielen Maßnahmen im Bad Vilbeler Stadtparlament verabschiedet. Darauf zu verweisen, ist absolut legitim. So viel, wie aktuell für den Radverkehr in Bad Vilbel getan wird, wurde noch nie in der Geschichte unserer Stadt“, so der Christdemokrat. Weiter empfiehlt Junker, dass Frau Fuhrmann, die sich noch nicht lange mit Politik beschäftigt, die Ausführungen im Masterplan zur Büdinger Straße noch einmal liest. „Wenn sie das täte, wüsste sie auch, welche Maßnahmen die Stadt ergreifen möchte“, so der Verkehrspolitiker der CDU. Die Stadt habe hier auch die Hilfe eines erfahrenen Ingenieurbüros hinzugezogen.
„Wie Frau Fuhrmann die Horlofftalbahn, die von Hungen nach Wölfersheim führt mit der Niddertalbahn verknüpfen möchte, ist mir schleierhaft. Offensichtlich kennt sich Frau Fuhrmann in der Wetterau noch nicht besonders gut aus und weiß nicht, wo sich die Bahnstrecken befinden. Auch sei die Horlofftalbahn noch gar nicht eröffnet. Die Kreise Gießen und Wetteraukreis müssen zunächst Beschlüsse über die Reaktivierung der Bahnstrecke fassen“, so Junker. Bad Vilbel als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr setze sich wie alle Anrainerkommunen stark für den Ausbau der Niddertalbahn ein. Auch das stehe übrigens im Masterplan. „Die SPD-Offensive ist ein wildes Durcheinander und lässt keinerlei durchdachtes Konzept erkennen“, fassen Liebermeister und Junker abschließend zusammen.

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