CDU und SPD setzen erfolgreiche Zusammenarbeit fort – Koalitionsvertrag für die kommenden fünf Jahre vereinbart
Beim Unterzeichnen des Koalitionsvertrages (von links): Christian Kühl, Irene Utter, Carsten Hauer, Sebastian Wysocki, Mirjam Fuhrmann und Tobias Utter.
Bad Vilbel. Nach der Kommunalwahl am 15. März setzen CDU und SPD ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Beide Parteien haben sich nach konstruktiven und vertrauensvollen Gesprächen auf einen neuen Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2026–2031 verständigt. Die Gremien beider Fraktionen haben dem 26 Seiten langen Dokument in den vergangenen Tagen bereits mit großer Mehrheit zugestimmt.
Damit knüpfen CDU und SPD an eine Zusammenarbeit an, die in den vergangenen fünf Jahren erstmals seit 1946 in Bad Vilbel bestand – und sich als tragfähig und erfolgreich erwiesen hat. Geprägt von gegenseitigem Respekt und einer sachorientierten Arbeitsweise konnten nahezu alle im vergangenen Koalitionsvertrag vereinbarten Projekte umgesetzt und die positive Entwicklung der Quellen- und Festspielstadt konsequent vorangebracht werden.
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und unsere Stadt mutig und verlässlich zugleich weiterentwickeln können. Der neue Koalitionsvertrag setzt die richtigen Leitplanken, um diesen Kurs fortzusetzen – klar in der Sache, partnerschaftlich im Umgang sowie mit Augenmaß, Verantwortungsbewusstsein und dem Wohle unserer Stadt im Blick“, erklären CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter und CDU-Parteivorsitzende Tobias Utter.
Die SPD-Fraktionsvorsitzenden Mirjam Fuhrmann und Carsten Hauer sowie SPD-Vorsitzender Christian Kühl betonen: „Die Zusammenarbeit war von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Gemeinsam haben wir viel für Bad Vilbel erreicht. Der neue Koalitionsvertrag ist Ausdruck unseres gemeinsamen Willens, die positive Entwicklung der Stadt fortzuführen und zugleich wichtige Impulse für die Zukunft zu setzen.“
Höhepunkt der vergangenen Legislaturperiode war der 62. Hessentag 2025, bei dem sich Bad Vilbel als hervorragender Gastgeber präsentierte und große Anerkennung weit über die Stadtgrenzen hinaus erfuhr. Dieses Gemeinschaftsprojekt wurde von der gesamten Stadtgesellschaft und über Parteigrenzen hinweg getragen – ein Beispiel für den Zusammenhalt, den die Koalition auch künftig stärken will.
Klare Leitplanken für die Zukunft
Der neue Koalitionsvertrag definiert die zentralen politischen Ziele für die kommenden fünf Jahre:
In der Stadtentwicklung setzen CDU und SPD bewusst auf eine maßvolle Weiterentwicklung. Neue große Baugebiete sind nicht vorgesehen – stattdessen steht die Stärkung bestehender Strukturen und der Erhalt der hohen Lebensqualität im Mittelpunkt Dabei legt die Koalition besonderen Wert auf eine ausgewogene Mischung verschiedener Wohnformen, die auch den sozialen Wohnungsbau ausdrücklich mit einbezieht.
Die Koalition steht zudem klar hinter dem Gesamtprojekt „Therme Bad Vilbel“. Das Modell, ein kommunales Hallenbad mit günstigen Eintrittspreisen über den privaten Thermenbetrieb quer zu finanzieren, ist bundesweit vorbildlich und stellt für Bad Vilbel einen großen Vorteil dar – insbesondere in Zeiten, in denen vielerorts Hallenbäder schließen, da diese im Betrieb dauerhaft defizit‰r sind und Zuschüsse erfordern.
Ein ganzheitliches Mobilitätskonzept soll alle Verkehrsarten gleichermaßen berücksichtigen, die Sicherheit erhöhen und ein verlässliches, zukunftsfähiges Miteinander im Verkehr gewährleisten. Teil des Koalitionsvertrages sind etwa die Sanierung und Attraktivierung von Straßen im Stadtgebiet, die Stärkung der Radinfrastruktur und der schrittweise Ausbau des Schnellradwegs FRM6 zwischen Frankfurt und der Wetterau, der Ausbau des VilCar-Angebots sowie der E-Mobilität und die Elektrifizierung des Vilbus. Den Bau einer Straßenbahn lehnt die Koalition hingegen aus städtebaulichen wie Effizienzgründen klar ab.
Im Bereich Familie und Soziales bleibt das Ziel klar: Bad Vilbel soll eine lebenswerte Stadt für alle Generationen bleiben. Bestehende Angebote werden gestärkt und dort ausgebaut, wo konkrete Bedarfe bestehen – insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche. Dazu gehören der bedarfsgerechte Ausbau der Kitaplätze und die Gewinnung zusätzlicher Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie das Vorhandensein altersgerechter
Wohnungen, barrierefreier Wege, wohnortnaher Hilfsangebote sowie ein enger Austausch mit Glaubensgemeinschaften, Vereinen und sozialen Trägern.
Die Sicherheitsstruktur in der Stadt wird weiterentwickelt und durch eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ergänzt. Dazu gehört unter anderem eine repräsentative Befragung der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des KOMPASS-Programms. Auch ein neues Brandschutzzentrum für die Freiwillige Feuerwehr soll in der Kernstadt entstehen.
Ebenso steht die Finanzpolitik unter dem Leitgedanken der Verantwortung: Die Stadt Bad Vilbel hat es in den letzten Jahren geschafft, den Schuldenstand deutlich abzubauen. Durch kluge Politik und bereits getroffene Beschlüsse im Stadtparlament wird die Quellen- und Festspielstadt mittelfristig sogar komplett schuldenfrei sein. Wichtige Investitionen sollen auch künftig ermöglicht werden, ohne kommende Generationen zu belasten. Effiziente Verwaltungsstrukturen und eine kluge Nutzung der Digitalisierung tragen dazu bei, finanzielle Spielräume zu sichern.
Darüber hinaus bekennt sich die Koalition dazu, Umwelt- und Klimaschutz weiterhin mitzudenken: Natürliche Lebensgrundlagen wie der Stadtwald oder die umfangreichen Streuobstwiesenbestände sollen geschützt, gestärkt und für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar gemacht werden.
Gemeinsam für ein starkes Bad Vilbel
CDU und SPD eint das Ziel, Bad Vilbel auch in den kommenden Jahren als lebenswerte, moderne und starke Stadt weiterzuentwickeln: “Als Koalition wollen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass Bad Vilbel ein Ort bleibt, an dem man gut leben, arbeiten, einkaufen und die Freizeit genießen kann.Der neue Koalitionsvertrag ist dafür eine verlässliche Grundlage“, so Irene Utter, Tobias Utter, Mirjam Fuhrmann, Carsten Hauer und Christian Kühl abschließend.
Der Koalitionsvertrag kann hier eingesehen werden.