Dr. Thomas Stöhr: „Politik braucht Mut!“
Dr. Thomas Stöhr sprach beim Heringsessen der CDU Massenheim.
Traditionelle Heringsessen der CDU-Massenheim
Mehr als 80 Gäste konnte die Vorsitzende der CDU Massenheim, Bettina Schneider, beim traditionellen Heringsessen der Christdemokraten im katholischen Pfarrsaal am Aschermittwoch begrüßen, darunter Bürgermeister Sebastian Wysocki (CDU), Ortsvorsteherin Irene Utter (CDU), Landtagsabgeordneter Tobias Utter (CDU) und Ehrenbürger Günter Hinkel.
Heringe in verschiedenen Variationen und Pellkartoffeln vom Massenheimer Laupus-Hof sowie hartgekochte Eier und Grüne Soße wurden zum Ende der Faschingszeit und am Beginn der christlichen Fastenzeit angeboten.
Hauptredner des Abends war Ehrenbürgermeister Dr. Thomas Stöhr (CDU), der von 2004 bis 2022 Bürgermeister der Quellen- und Festspielstadt war und am 15. März auf der Liste der CDU für den Wetterauer Kreistag kandidiert. Er selbst war beeindruckt von der großen Zahl von Kandidatinnen und Kandidaten aus Bad Vilbel, die auf den Listen der Christdemokraten für Ortsbeiräte, Stadtverordnetenversammlung und den Kreistag antreten. „Allein für unser Stadtparlament kandidieren 87 Personen, das ist bemerkenswert. Keine andere Partei schafft dies annähernd,“ sagte Stöhr, der darin ein Zeichen für die tiefe Verwurzelung der CDU in der Gesellschaft erkennt.
Oftmals werde die Bedeutung des Kreistags für Bad Vilbel unterschätzt. „Der Kreis ist für unsere Schulräume und die Betreuung von unseren Kindern an den Schulen zuständig. Eine komplett neue Schule wurde im Quellenpark errichtet, für die John-F.-Kennedy Schule ist ein Erweiterungsbau vorgesehen und die Stadtschule wird umfänglich modernisiert. Stadt und Kreis arbeiten in diesen Fragen eng zusammen.“
Als ehemaliger Kämmerer Bad Vilbels habe er ein besonderes Interesse an den Finanzen, so Stöhr. „Der Wetteraukreis finanziert sich weitgehend durch Umlagen von den kreisangehörigen Kommunen. Mit Abstand höchster Einzahler ist die Stadt Bad Vilbel. Daher müssen wir ein besonderes Interesse daran haben, dass auch in Zukunft wirtschaftlich mit diesen Mitteln umgegangen wird.“
Zu einer guten Kommunalpolitik gehöre Mut, aber auch Wissen und Vorausschau. Wer heute mit offenen Augen durch Bad Vilbel gehe, könne sehen, dass Mut mehr schafft. Stöhr erinnerte daran, dass die alte Bücherei unter dem Hallenbad durch undichte Leitungen gefährdet war. Die Bücherei-Brücke sei ein mutiger Ansatz gewesen, der über Bad Vilbel hinaus Beachtung gefunden hat. Der neue Niddaplatz, die Sanierung des Kurhauses, der Bau der Vilco samt neuem Kurgarten seien Beispiele für eine mutige Politik.
Dabei sei es gelungen dies alles faktisch schuldenfrei zu finanzieren. Daher sei es auch klug, dass neue kommunale Hallenbad mit einer Therme zu kombinieren. Durch die Partnerschaft mit einem privaten Betreiber und Investor werde es gelingen, aus diesem Projekt Gewinne zu erzielen. Auch wenn es durch unvorhersehbare Ereignisse, wie dem Unfalltod von Josef Wund und der Corona-Pandemie zu Verzögerungen kam, stehe man nun kurz vor dem Baubeginn.
„Am 1. April 2011 machte eine lokale Zeitung einen Scherz und schrieb Bad Vilbel und Karben wollten den Hessentag ausrichten. 2025 ist aus dem Aprilscherz Wirklichkeit geworden. Auf dem Weg dahin galt es viele Hürden zu überwinden. Die Absage 2020 aufgrund der Pandemie war ein herber Rückschlag. Doch das heitere Landesfest im letzten Jahr war ein großer Erfolg, auch finanziell,“ bilanzierte der Ehrenbürgermeister.
Bei der Kommunalwahl am 15. März würden die Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. Stöhr rief alle Anwesenden auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und bei der Wahlentscheidung zu berücksichtigen, wer bewiesen habe, dass er kluge und mutige Entscheidungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger treffen könne.