CDU Bad Vilbel begrüßt separate Baugenehmigung für Kommunalbad – Therme darf sich dennoch nicht weiter verzögern
Bad Vilbel. Die CDU Bad Vilbel begrüßt die jüngste Ankündigung der Therme-Group: Parallel zu einer weiteren Umplanung des Thermen-Neubaus soll für das so dringend benötigte Kommunalbad ein eigenständiger Bauantrag beim Wetteraukreis gestellt werden. Damit wird eine zeitliche Entkopplung möglich, die es erlaubt, mit dem Bau des Kommunalbads unabhängig vom Gesamtprojekt zügig zu beginnen.
"Der Abriss des städtischen Hallenbades erfolgte 2019 in der Erwartung, dass kurze Zeit später Ersatz geschaffen sein würde. Seitdem sind sechs Jahre vergangen, und noch immer gibt es keinen sichtbaren Fortschritt. Es ist daher ein wichtiges Signal, dass das Kommunalbad nun separat vorangebracht werden kann“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter. Entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung haben Bürgermeister Sebastian Wysocki und Stadtrat Klaus Minkel, die sich in den vergangenen Wochen intensiv dafür eingesetzt haben. „Beide haben sich mit Nachdruck dafür stark gemacht, dass das Kommunalbad nicht weiter von der Umplanung der Therme abhängt.“
“Rahmenbedingungen sind einzigartig günstig”
Positiv hebt die CDU in diesem Zusammenhang die Arbeit des Bauamtes des Wetteraukreises hervor. Angesichts des komplexen Prüfungsprozesses und sich immer wieder ändernder Rahmenbedingungen zeige sich das Amt äußerst flexibel und stehe stets beratend zur Seite. „Das ist keineswegs selbstverständlich und ein wesentlicher Beitrag, damit das Verfahren nun hoffentlich zügig und rechtssicher vorankommen kann.“
Die CDU unterstreicht, dass sie inhaltlich voll hinter dem Projekt „Therme Bad Vilbel“ steht. „Die Rahmenbedingungen für Bad Vilbel sind einzigartig günstig. Ein kommunales Hallenbad ist für jede Kommune ein Zuschussgeschäft, bundesweit mussten deshalb in den vergangenen Jahren hunderte Bäder schließen – das geplante Modell für Bad Vilbel, günstige Eintrittspreise im Hallenbad durch den benachbarten privatwirtschaftlichen Betrieb querzufinanzieren, war von Anfang an überzeugend”, fasst Utter zusammen. Dass die Therme nun noch nachhaltiger werden und etwa über einen Naturbadesee verfügen soll, sei ebenfalls positiv.
“Zeitliche Entkopplung ist ein Gewinn”
Dass es aufgrund des tragischen Unfalltodes von Firmengründer Josef Wund, des Nachlassverfahrens und der Corona-Pandemie zu Verzögerungen kam, war nachvollziehbar. Jetzt müsse jedoch endlich der Startschuss fallen, so Utter: „Die zeitliche Entkopplung ist ein Gewinn, weil das Kommunalbad nun schnell Realität werden kann. Zugleich erwarten wir von der Therme-Group, dass auch beim Hauptprojekt endlich verlässliche Fortschritte erzielt werden.“
“Wenn die Bad Vilbeler Grünen in ihrer jüngsten Pressemitteilung die Einigung mit Segmüller als Vergleich heranziehen, zeigt das nicht nur bedauerliche Unkenntnis. Es ist vor allem der durchsichtige Versuch, von der eigenen Schwäche abzulenken: Bis heute bleiben sie einen Vorschlag schuldig, wie der von ihnen geforderte Bau und Betrieb eines städtischen Hallenbades langfristig verantwortungsvoll finanziert werden soll”, stellt Utter fest. „Wir alle sind uns einig: Unsere Stadt braucht endlich wieder ein Hallenbad. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Voraussetzungen für einen zügigen Start des Kommunalbades geschaffen werden sollen. Gleichzeitig muss klar sein: Auch die Therme selbst darf nicht auf die lange Bank geschoben werden – jetzt braucht es Ergebnisse.”